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Wasserstand Sehma
Einsatznummer
Datum
25.06.2017
Einsatzbeginn
09:13
Einsatzende
letztes Fahrzeug der ELW am 26.06. 18:00 Uhr
Einsatzstichwort:
Brand 3 / Großbrand Möbelfirma
Einsatzort:
Elterlein
Fahrzeuge OFw Buchholz:
Löschfahrzeug Tanklöschfahrzeug Einsatzleitwagen Drehleiter Mannschaftstransportwagen
Weitere Kräfte:
FF Annaberg, Polizei, Rettungsdienst, Kreisbrandmeister, FF Elterlein, FF Schwarzbach, FF Hermannsdorf, FF Scheibenberg, FF Schlettau, FF Crottendorf, FF Walthersdorf, FF Geyer, FF Schwarzenberg, BF Chemnitz, FF Thum, FF Herold, FF Grünhain, FF Zwönitz, FF Zöblitz, FF Reitzenhain, FF Sehma, FF Cranzahl, FF Neudorf, FF Ehrenfriedersdorf, FF Lugau, FF Neukirchen, FF Dörfel, FF Thalheim, 3. Einsatzzug des Erzgebirgskreises(Malteser), FTZ ANA, THW, Polizeihubschrauber, TEL ANA, SEG AUE, diverse Firmen

Ca 350 Einsatzkräfte kämpfen gegen ein Inferno!

Wir wurden mit weiteren Feuerwehreinheiten zu einem Großbrand nach Elterlein alarmiert. Dort stand ein Möbelwerk in Vollbrand. Schon auf der Anfahrt konnte man die riesige Rauchwolke erkennen und lies ein Ausmaß des Brandes erahnen. An der Einsatzstelle angekommen wurden wir von dem Einsatzleiter angewiesen im vorderen Bereich mit der Drehleiter die Brandbekämpfung aufzunehmen. Das Löschfahrzeug unterstützte dabei. Die Besatzung des ELW´s bildete mit der später Alarmierten TEL (Technischen Einsatzleitung) und des Annaberger ELW´s die Einsatzleitung und unterstützten den Einsatzleiter Thomas Fritzsch bei seiner Arbeit. Unser TLF wurde einem anderen Abschnitt zugewiesen und begann mit der Brandbekämpfung im hinteren Bereich der Lagerhalle.

Im vorderen Bereich wo wir mit den Kameraden aus Schlettau, Elterlein und Scheibenberg tätig waren kam es zu einer folgenschweren Brandentwicklung. Noch während der Lageerkundung durch verschiedene Gruppenführern und dem Einsatzleiter war aus dem Versandbereich der erste laute Knall zu hören. Daraufhin wurde der sofortige Befehl des Rückzuges aus diesem Bereich befohlen. Im Verlauf der nächsten Minuten kam es zu mehreren schweren Explosionen.  Aufgrund der enormen Beaufschlagung von Hitze explodierten mehrere Propangasflaschen. Ein Kamerad wurde dabei von einem umherfliegenden Teil am Kopf getroffen. Der Kamerad wurde dem Rettungsdienst übergeben und in das Krankenhaus zur weiteren Behandlung verbracht.  Eine Gasflasche wurde brennend aus dem Gebäude geschleudert und blieb neben einer Schlauchhaspel der Feuerwehr liegen. Diese Gasflasche explodierte ebenfalls. Teile dieser Gasflasche bohrten sich in die Außenwand des Gebäudes. Die Schlauchhaspel wurde stark beschädigt. Je nachdem wie man es nennen möchte können wir froh sein das nicht mehr passiert ist. Dieser Vorfall zeigte deutlich welche Gefahren an einer Einsatzstelle herrschen.

Allen verletzten Kameraden wünschen wir gute Besserung und baldige Genesung.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes musste vor allem eine stabile Wasserversorgung hergestellt werden. Dies wurde durch unzählige Feuerwehren mit Tanklöschfahrzeugen, Großtanklöschfahrzeugen, 5 Traktoren mit Güllefässern (das größte mit einem Fassungsvermögen von 23000 Litern) und unzähligen Pumpen aus bis zu 5 Wasserentnahmestellen sichergestellt. Die Schlauchmengen welche verlegt wurden können nicht mehr beziffert werden. Nur so viel es waren 2 Schlauchwagen im Einsatz welche beide 2000 Meter Schlauch verlegt haben. Dazu noch die vorhandenen Schläuche der Fahrzeuge welche Vorort waren.

Die eigentliche Brandbekämpfung wurde über mehrere Wasserwerfer, Strahlrohre und 3 Drehleitern realisiert. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde noch der Gelenkmast der Berufsfeuerwehr Chemnitz nachgefordert. Da Aufgrund der Bauweise (Blechdach/ Blechwände) sich die meisten Brandherde unter den Trümmern befanden wurde ein Bagger und Radlader zur Brandbekämpfung mit hinzu gezogen. Gegen 16:00 Uhr war der Brand soweit im Griff das die Ersten Kräfte herausgelöst werden konnten.

Für die Kräfte aus Buchholz( außer der ELW) war der Einsatz gegen 22:00 Uhr beendet. Der ELW mit der TEL unterstützte noch am Folgetag. Hier unterstützte eine Abrissfirma bei der Restablöschung mit einem Abrissbagger. Erst am Mittwochnachmittag beendeten auch die örtlichen Feuerwehren ihren Einsatz.